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In 2 Jahren – ohne Mitarbeiter ?

Veröffentlicht am 21.10.2014 13:54

In 2 Jahren – ohne Mitarbeiter ?

 

Gute Mitarbeiter zu finden - ist in den letzten Monaten – für Firmen - immer schwieriger geworden.

Der Markt hat sich sehr verändert – die Suche der Unternehmen ist meist nicht mehr sehr erfolgreich.

 

Woran liegt es?

 

Zum einen sicher daran – das unsere Wirtschaft floriert – und alles „brauchbare aufsaugt“ – zum anderen – ist diese Tatsache in einigen Köpfen – „ noch nicht angekommen“.

 

Aber von vorne.

 

Lt. der letzten Gallup Umfrage gibt es in Deutschland ca. 82 % unzufriedene Mitarbeiter – lassen wir diese Zahl mal so stehen.

 

D.h. – hier ruht ein riesiges Potenzial an fähigen Arbeitskräften – die gerne wechseln würden – es aber nicht tun.

 

Und woran liegt es ?

 

Dort wo sie heute sind – wissen sie was sie jeden Tag erwartet – Zeitdruck, Ungerechtigkeiten, Schikanen , keine Wertschätzung – bis hin zu persönlichen Verletzungen – aber das kennen sie ja – was sie im neuen Unternehmen erwartet – das wissen sie nicht.

 

Denn – in den allermeisten Anzeigen steht: „ Wir suchen ein fachliches Monster“ – (wenn Sie mal eine finden in der steht: „ Wir suchen einen netten Menschen, der zu uns passt und das Fachliche auch noch mitbringt“ – machen Sie mir bitte eine Kopie – ich habe noch keine gefunden.)

 

Genau an dieser Stelle muss die Veränderung ansetzen.

 

Ich habe immer häufiger Mitarbeiter in Führungspositionen bei mir sitzen – die mir erzählen – „Der Job frisst uns auf – wir haben keine Zeit mehr für unsere Familie, Frau und Kinder – und schon gar nicht für uns selbst“ – die alle auf der Suche nach einer Aufgabe sind – in der sie Job und Familie miteinander verbinden können.

 

Und warum?  Hier findet ein Umdenken statt - der Job ist nicht alles – vielen wird die persönliche Zufriedenheit immer wichtiger – ein Trend der sich sehr klar abzeichnet.

 

Was muss sich verändern?

 

Wir müssen in den Stellenbeschreibungen weg  vom – „fachlichen Monster“ – hin zu der Aussage: „ Wir suchen einen Menschen der als Mensch zu uns passt – und der auch noch die benötigten fachlichen Fähigkeiten mitbringt.“

 

Bewerber reagieren heute nicht mehr auf: „Wir suchen einen Elektromeister“ – das ist lange vorbei. Sondern sie möchten wissen, was sie im neuen Umfeld erwartet.

 

Bewerber müssen beim lesen der Stellenbeschreibung ein Gefühl dafür bekommen – ob das beschriebene Umfeld den Vorstellungen entspricht.

 

Dazu gehören die angebotenen Sonderleistungen –

 (der freie Kaffe macht es auch nicht mehr) –

wie z.B. – eine private Krankenzusatzversicherung, (die zeigt bei jedem Arztbesuch – Wirkung) – der Masseur einmal die Woche, der Obstkorb für alle, die gemeinsame Yogastunde, das gemeinsame Kochen, das Geburtstagsgeschenk , der kostenfreie Parkplatz u.ä. – und – es müssen nicht immer die großen Dinge sein – aber – Wertschätzung.

 

Eine der wichtigsten Informationen sollte das Naturell des Chefs sein, dazu gehören auch seine Verhaltensweisen, wie ist er – „wenn alles in die Hose gegangen ist“ – was kann er an Mitarbeitern – auch als Mensch – so gar nicht leiden, und – wie hätte er den neuen Mitarbeiter als Mensch denn gerne.

 

Darüber haben sich die meisten Arbeitgeber noch nie Gedanken gemacht – aber hier liegt „der Hase begraben“.

Ein Arbeitgeber hat einmal gesagt: „ Das ist doch logisch – fachlich stellen wir ein – menschlich werfen wir raus.“ Diese Einstellung kostet auf Dauer viel Geld – und auch Nerven – denn – es geht immer wieder von vorne los.

 

Dort sollte auch der direkte Vorgesetzte oder der direkte Kollege beschrieben sein – auch als Mensch – denn – die schon lange im Betrieb arbeitende Kollegin rennt zum Chef und sagt: „Die ist ganz schlecht“ – und meint aber die Persönlichkeit.

 

Also – einbeziehen.

 

Weiter sollte dort stehen – was der neue Bewerber aus Sichtweise des Arbeitgebers – an Fachlichkeit mitbringt – sehr klar und deutlich – bis ins Detail.

 

Dann sollten die Aufgaben sehr akribisch beschrieben sein, dazu gehört das Kaffe kochen , die Blumen gießen, die Ablage machen – und vielleicht auch das private Klo des Chefs aufklaren – die Frage ist - will der Bewerber das?

 

Hier steht – Klartext !

Hier gibt es hinterher keine Ungereimtheiten und damit Missstimmungen – jeder weiß – was ihn erwartet.

 

Auch die Konditionen sollten ganz ausführlich beschrieben sein – alle wollen wissen – was gibt es dafür.

 

Die Erfahrung zeigt, daß sich „verharrende“ Bewerber, unzufrieden mit ihrer jetzigen Situation – verstärkt auf diese andere Art der Stellenbeschreibung bewerben – denn sie lesen,  was sie erwartet.

 

Diese Vorgehensweise ist für viele noch sehr fragwürdig –denn– in diesen Köpfen steckt die bisherige Bewerbungskultur - fest – aber diese hat sich durch den Markt leider überholt.

 

Meine Empfehlung – werfen Sie – „das macht man so“ – über Bord – gehen Sie andere Wege – diese müssen natürlich zu Ihrer Persönlichkeit passen – schaffen Sie notfalls neue Strukturen im Unternehmen – verändern Sie die bisherige Sichtweise Ihrer Personaler – und Sie werden – dank hoch motivierter  Mitarbeiter – erfolgreich am Markt bestehen.

 




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